AvD Oldtimer Grand Prix 2019

berichtet von Jochen Extra

Vom 09. bis 11.08. fand der diesjährige Oldtimer Grand Prix am Nürburgring statt. Mittlerweile eine der ältesten Oldtimerveranstaltungen – ging es doch in die 47. Saison!!

Das Rothenberger Racing Team war mit zwei Fahrzeuge vor Ort, was für mich natürlich auch Einsatz bedeutete.

Ein Shelby GT 3500 und ein Jaguar Lister Knobbly mussten betreut und gewartet werden. Unser Team war in altbewährter Besetzung vor Ort. René, Mike, Alain und ich waren für die Mechanik zuständig. Nur unser Fahrerteam Helmut Rothenberger und Gaetan Woitrin erfuhren Verstärkung durch Oliver Jung.

Der Shelby machte es sich im Zelt der Gentleman Driver gemütlich, während der Lister in einer hochkarätig besetzten Box mit zwei anderen Lister parkte. Ein ebenfalls anwesender Austin Healey 100/4 stand etwas verschämt in der Ecke, was ihn aber nicht hinderte im Rennen dann phänomenale Zeiten zu fahren.

Das Wochenende war geprägt von Arbeit, Rennen fahren, jeder Menge guter Laune, vorzüglichem Essen und dem ein oder anderen alkoholischen Getränk. Wie eben der Lifestyle des Rothenberger Teams so ist. Mit ein Grund warum ich mich da so wohl fühle.

Das Wochenende brachte auch ein Wiedersehen mit etlichen Rennautos, die in der Vergangenheit auch schon die eine oder andere Rolle in meinem Mechanikerleben gespielt haben.

Am Sonntag abend packten wir zusammen. Zum Glück sieht sich die Truppe im September schon wieder in Spa bei den Six-Hours, wo dann hoffentlich auch unser Team-Bus wieder dabei ist.

Thanks to the team for a good time.

Heidelberg Historic, 11.–13.07.2019

berichtet von Jochen Extra

Wie jedes Jahr fand im Juli die Heidelberg Historic statt, und wie jedes Jahr nahm das Extra-Mobile Racing Team mit Herrmann, der dicken Berta und meiner Wenigkeit daran teil. Der Ablauf war wie gewohnt bestens durchorganisiert, die Strecken wie immer abwechslungsreich, mit dem Hockenheimring war wieder einmal ein echtes Highlight dabei. Das Wetter allerdings war diesmal eher untypisch feucht, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Am schönsten war die Möglichkeit mit Freunden und Bekannten zwei schöne und abwechslungsreiche Tage unter Gleichgesinnten zu verbringen.

Da waren einmal Familie Arheid mit ihrem Austin Healey, der noch kurz vor der Rallye eine Getriebeüberholung benötigte und Familie Roth mit ihrem forsch bewegten TR6, der auch noch kurz vor der Rallye eine neue Kupplung benötigte. Ebenfalls am Start waren die Zorn Schwestern mit ihrem Ex-Walter Röhrl Healey und das Team Böeltzig mit dem frisch gerichteten Jaguar E-Type. Ein Dank auch noch an die Heidelberger Brauerei, die während der zwei Tage für permanenten Nachschub an flüssiger Nahrung sorgte. Herrmanns dicke Berta hatte wohl wegen des letzten Jahres noch ein schlechtes Gewissen und lief präzise wie ein Schweizer Uhrwerk.

See you next year!!

12. VINO MIGLIA, 15.–22.06.19

berichtet von Jochen Extra

Die diesjährige VINO MIGLIA führte die Teilnehmer an sieben Tagen durch 4 Länder über den Wendepunkt Meran. Sprichwörtlicher Höhepunkt war die Überquerung der Timmelsjoch-Hochalpenstraße mit 2509 Metern ü. NN.

Für das Extra-Mobile-Racing-Team am Start war das Team Wehrman, dass die Strecke mit ihrem, vor einigen Jahren, bei uns neu aufgebauten Austin Healey 100 M ohne Schwierigkeiten bewältigte. Lediglich auf der Heimfahrt blockierte eine verrutschte Weinflasche das Kofferraumschloß, was zu einem unfreiwilligen Besuch in unserer Werkstatt führte. Der Kofferdeckel wurde über die abgeschraubten Scharniere geöffnet und die blockierende Weinflasche noch an Ort und Stelle verköstigt.

  

Austin Healey Pfingsttreffen 2019

berichtet von Jochen Extra

Die Austin Healey Pfingsttreffen haben eine lange Clubtradition und werden gemeinsam von den Healey Clubs aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien im jährlichen Wechsel in den jeweiligen Ländern veranstaltet. 2019 fand das diesjährige Treffen in Deutschland statt. Treffpunkt war das Residenzhotel in Bamberg. Uns oblag wie schon beim letztjährigen Europa-Meeting in Rust, dafür zu sorgen, dass sich alle Räder drehen. Servicearbeit war angesagt. Also den Transporter mit dem nötigen Werkzeug und einem Schwung Ersatzteilen gepackt und auf ging es in die Brauhochburg Bamberg.

Am Freitag trafen erstmal alle Teilnehmer ein. Für mich war das schon gleich der erste Einsatz: hatte es ein Teilnehmer aus der Schweiz nur bis 2 km vor das Hotel geschafft. Abends dann ein Welcome Barbecue mit den ersten Benzingesprächen. Die nächsten zwei Tage führten die Teilnehmer durch das malerische Frankenland. An Servicearbeiten gab es immer wieder einiges zu tun, was gleichzeitig für ausgedehnte abendliche Barbesuche sorgte. Am Pfingstmontag gab es noch die Jahreshauptversammlung des Clubs und am späten Nachmittag machten sich dann alle wieder auf die Heimreise. Ein entspanntes Treffen mit über 80 Healeys fand ein stimmungsvolles Ende.

ADAC Württemberg Historic, 17–18 Mai

berichtet von Jochen Extra, fotografiert von Knut Henneke

Die diesjährige Württemberg Historic 2019 führte die Rallyeteilnehmer an zwei Tagen rund um Freudenstadt.

Das Extramobile Racing Team war vertreten durch Knut Henneke mit Beifahrer Erwin Becher und unserem altgedienten Triumph TR4. Der Start war bis kurz vor knapp nicht sicher, hatte sich der TR4 doch noch kurz vor der Rallye einen kapitalen Getriebeschaden mit vehementem Zahnausfall zugezogen. Aber wie meistens klappte es doch noch und wir wurden für unsere Mühen mit einem fulminanten Gesamtsieg belohnt. Der Kampf an der Spitze war extrem spannend, aber Knut konnte sich mit einem knappen Vorsprung den Sieg sichern. Ein guter Start in die neue Saison. Glückwunsch vom Team an die Fahrer.

Le Jog 2018

berichtet von Jochen Extra

Willy Davids und seine unerschrockene Beifahrerin Dany Molz, sonst üblicherweise in ihrem schnellen Race-Healey unterwegs, wollten das Veranstaltungsjahr standesgemäß ausklingen lassen und hatten sich deswegen zur beinharten Rallye LE JOG in England in einem Jaguar MKI angemeldet.

LE JOG ist die Abkürzung für die Durchquerung Englands vom südlichsten Punkt (Lands End) zum nördlichsten Punkt (John o’ Groats). Berühmt und berüchtigt zieht diese Veranstaltung immer wieder den harten Kern der Rallyeszene an. Vom 08. bis 11. Dezember kämpften sich 71 Teams Tag und Nacht durch extrem schlechtes Wetter auf abenteuerlichen Straßen nach Schottland. Über 20 Teams fielen durch technische Defekte oder Unfall aus. Das Team Davids/Molz freute sich als Rookie über eine Pannen- und unfallfreie Fahrt, die aber Mensch und Material einiges abverlangte. Dafür schmeckte das Guiness dann aber auch doppelt so gut. Glückwunsch ans Team.

The Triple Crown

berichtet und fotografiert von Jochen Extra

Bei meiner diesjährigen sehr ausgefüllten Veranstaltungssaison konnte ich auch meine private „Triple Crown“ erringen. Die Triple Crown umfasst im Motorsport Siege in der F1 in Monaco, bei den 24-Stunden in Le Mans und bei den Indy 500.

Nach der Teilnahme an der Le Mans Classic, über die schon berichtet wurde, stand als nächstes das Goodwood Revival an. Vom 07. Bis 09. September gab sich alles was Rang und Namen, ein entsprechendes Auto und das dazugehörige Outfit hat ein Stelldichein in Goodwood.

Wie immer liebevoll arrangiert, spektakulärer Rennbetrieb, atemberaubende Flugshows und bestes englisches Essen. Wir trafen uns dort mit einer Gruppe Jaguarfahrer, die vorab schon 10 Tage durch England tourten. Gestärkt durch ein „full english breakfast“, erlebten wir spannende Rennen um am Abend in der Spitfire-Bar ein paar Pint des guten Ale zu genießen.

Kaum zurück, stand auch schon das 6-Hours Race in Spa an. Mit einem Teil unseres Teams eröffneten wir das Event mit unserem traditionellen Freitagsgrillen. Wie immer gab es spektakuläre Starterfelder. Das 6-Stundenrennen erlebte mit 112 Startern (!!) einen neuen Höchststand, wie gewohnt ganze Rudel GT40 und Jaguar E in vorderster Reihe. Trotz trockenem Wetter wurde das Rennen von vielen Safty-Car Phasen unterbrochen. Grund waren viele, teils heftige Kaltverformungen. Gewinner war Graf Oynhausen, sonst bekannt durch seinen sehr schnellen Jaguar E, diesmal allerdings in einem GT40 unterwegs. Wunderschöne Stimmung auf der Strecke in der Nacht. Am Sonntag dann zusammenpacken und ab nach Hause.

Ein tolles Erlebnis, alle drei Top-Veranstaltungen in einer Saison zu erleben.

Classic Days, Schloss Dyck 2018

berichtet und fotografiert von Jochen Extra

Vom 03.-05. August fand das alljährliche Oldtimerevent auf Schloss Dyck statt.

Eine gute Gelegenheit unser altbewährtes Rallye-Duo Triumph TR3 und Austin Healey erstmals seit langer Zeit wieder gemeinsam auf die Straße zu bringen. Beide hatten eine größere Frischzellenkur hinter sich und fühlten sich pudelwohl. Die Veranstaltung selber ist ja keine beinharte Fahrgeschichte sondern eher ein lockeres Treffen mit schönem Ambiente, Fahrspaß und Treffen mit vielen Freunden. So waren wir auch schnell eine lustige Truppe, die die brütende Hitze mit jeder Menge eisgekühlter, geistiger Getränken ertrug. Es war ein in jeder Hinsicht entspanntes und interessantes Wochenende, das unbedingt nach Wiederholung verlangt.

 

Der Schöne und das Biest

berichtet von Jochen Extra, fotografiert von Joachim Wohlfahrt  

Am Rande der diesjährigen Classic-Days auf Schloss Dyck fand ein interessantes Treffen statt. In der Startaufstellung trafen sich zwei frühe XJ mit guter Geschichte.

Der Schöne war ein früher XJ 4,2 S1 von Joachim Wohlfahrt, der seit Anfang der 70er Jahre automobiles Familienmitglied ist und 1981 stillgelegt wurde. 2014 wurde er nach einem 33 jährigen Dornröschenschlaf durch uns wiedererweckt. Er hat die lange Standzeit ohne größere Schäden an der Substanz überstanden und präsentiert sich in einem außergewöhnlich guten Originalzustand mit geringer Laufleistung.

Das Biest war ein XJC, mit dem Jaguar (unter British Leyland) versuchte wieder in den Rennsport einzusteigen. Von der Firma Broadspeed aufgebaut, sorgte er in der Tourenwagenszene für Aufsehen wegen seines martialischen Auftretens, aber leider auch durch etliche technische Ausfälle. Jaguar sah sich dadurch gezwungen das Projekt nach einer Saison zu stoppen. Erst unter der Regie von Tom Walkinshaw und dem XJS gelang Jaguar der erfolgreiche Wiedereinstieg in den Motorsport.

Wie Geschichte so will: alles wiederholt sich. Und so fiel leider auch schon nach kurzer Zeit der Broadspeed-XJC mit Motorproblemen aus.