12. VINO MIGLIA, 15.–22.06.19

berichtet von Jochen Extra

Die diesjährige VINO MIGLIA führte die Teilnehmer an sieben Tagen durch 4 Länder über den Wendepunkt Meran. Sprichwörtlicher Höhepunkt war die Überquerung der Timmelsjoch-Hochalpenstraße mit 2509 Metern ü. NN.

Für das Extra-Mobile-Racing-Team am Start war das Team Wehrman, dass die Strecke mit ihrem, vor einigen Jahren, bei uns neu aufgebauten Austin Healey 100 M ohne Schwierigkeiten bewältigte. Lediglich auf der Heimfahrt blockierte eine verrutschte Weinflasche das Kofferraumschloß, was zu einem unfreiwilligen Besuch in unserer Werkstatt führte. Der Kofferdeckel wurde über die abgeschraubten Scharniere geöffnet und die blockierende Weinflasche noch an Ort und Stelle verköstigt.

  

Austin Healey Pfingsttreffen 2019

berichtet von Jochen Extra

Die Austin Healey Pfingsttreffen haben eine lange Clubtradition und werden gemeinsam von den Healey Clubs aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien im jährlichen Wechsel in den jeweiligen Ländern veranstaltet. 2019 fand das diesjährige Treffen in Deutschland statt. Treffpunkt war das Residenzhotel in Bamberg. Uns oblag wie schon beim letztjährigen Europa-Meeting in Rust, dafür zu sorgen, dass sich alle Räder drehen. Servicearbeit war angesagt. Also den Transporter mit dem nötigen Werkzeug und einem Schwung Ersatzteilen gepackt und auf ging es in die Brauhochburg Bamberg.

Am Freitag trafen erstmal alle Teilnehmer ein. Für mich war das schon gleich der erste Einsatz: hatte es ein Teilnehmer aus der Schweiz nur bis 2 km vor das Hotel geschafft. Abends dann ein Welcome Barbecue mit den ersten Benzingesprächen. Die nächsten zwei Tage führten die Teilnehmer durch das malerische Frankenland. An Servicearbeiten gab es immer wieder einiges zu tun, was gleichzeitig für ausgedehnte abendliche Barbesuche sorgte. Am Pfingstmontag gab es noch die Jahreshauptversammlung des Clubs und am späten Nachmittag machten sich dann alle wieder auf die Heimreise. Ein entspanntes Treffen mit über 80 Healeys fand ein stimmungsvolles Ende.

ADAC Württemberg Historic, 17–18 Mai

berichtet von Jochen Extra, fotografiert von Knut Henneke

Die diesjährige Württemberg Historic 2019 führte die Rallyeteilnehmer an zwei Tagen rund um Freudenstadt.

Das Extramobile Racing Team war vertreten durch Knut Henneke mit Beifahrer Erwin Becher und unserem altgedienten Triumph TR4. Der Start war bis kurz vor knapp nicht sicher, hatte sich der TR4 doch noch kurz vor der Rallye einen kapitalen Getriebeschaden mit vehementem Zahnausfall zugezogen. Aber wie meistens klappte es doch noch und wir wurden für unsere Mühen mit einem fulminanten Gesamtsieg belohnt. Der Kampf an der Spitze war extrem spannend, aber Knut konnte sich mit einem knappen Vorsprung den Sieg sichern. Ein guter Start in die neue Saison. Glückwunsch vom Team an die Fahrer.

Le Jog 2018

berichtet von Jochen Extra

Willy Davids und seine unerschrockene Beifahrerin Dany Molz, sonst üblicherweise in ihrem schnellen Race-Healey unterwegs, wollten das Veranstaltungsjahr standesgemäß ausklingen lassen und hatten sich deswegen zur beinharten Rallye LE JOG in England in einem Jaguar MKI angemeldet.

LE JOG ist die Abkürzung für die Durchquerung Englands vom südlichsten Punkt (Lands End) zum nördlichsten Punkt (John o’ Groats). Berühmt und berüchtigt zieht diese Veranstaltung immer wieder den harten Kern der Rallyeszene an. Vom 08. bis 11. Dezember kämpften sich 71 Teams Tag und Nacht durch extrem schlechtes Wetter auf abenteuerlichen Straßen nach Schottland. Über 20 Teams fielen durch technische Defekte oder Unfall aus. Das Team Davids/Molz freute sich als Rookie über eine Pannen- und unfallfreie Fahrt, die aber Mensch und Material einiges abverlangte. Dafür schmeckte das Guiness dann aber auch doppelt so gut. Glückwunsch ans Team.

The Triple Crown

berichtet und fotografiert von Jochen Extra

Bei meiner diesjährigen sehr ausgefüllten Veranstaltungssaison konnte ich auch meine private „Triple Crown“ erringen. Die Triple Crown umfasst im Motorsport Siege in der F1 in Monaco, bei den 24-Stunden in Le Mans und bei den Indy 500.

Nach der Teilnahme an der Le Mans Classic, über die schon berichtet wurde, stand als nächstes das Goodwood Revival an. Vom 07. Bis 09. September gab sich alles was Rang und Namen, ein entsprechendes Auto und das dazugehörige Outfit hat ein Stelldichein in Goodwood.

Wie immer liebevoll arrangiert, spektakulärer Rennbetrieb, atemberaubende Flugshows und bestes englisches Essen. Wir trafen uns dort mit einer Gruppe Jaguarfahrer, die vorab schon 10 Tage durch England tourten. Gestärkt durch ein „full english breakfast“, erlebten wir spannende Rennen um am Abend in der Spitfire-Bar ein paar Pint des guten Ale zu genießen.

Kaum zurück, stand auch schon das 6-Hours Race in Spa an. Mit einem Teil unseres Teams eröffneten wir das Event mit unserem traditionellen Freitagsgrillen. Wie immer gab es spektakuläre Starterfelder. Das 6-Stundenrennen erlebte mit 112 Startern (!!) einen neuen Höchststand, wie gewohnt ganze Rudel GT40 und Jaguar E in vorderster Reihe. Trotz trockenem Wetter wurde das Rennen von vielen Safty-Car Phasen unterbrochen. Grund waren viele, teils heftige Kaltverformungen. Gewinner war Graf Oynhausen, sonst bekannt durch seinen sehr schnellen Jaguar E, diesmal allerdings in einem GT40 unterwegs. Wunderschöne Stimmung auf der Strecke in der Nacht. Am Sonntag dann zusammenpacken und ab nach Hause.

Ein tolles Erlebnis, alle drei Top-Veranstaltungen in einer Saison zu erleben.

Classic Days, Schloss Dyck 2018

berichtet und fotografiert von Jochen Extra

Vom 03.-05. August fand das alljährliche Oldtimerevent auf Schloss Dyck statt.

Eine gute Gelegenheit unser altbewährtes Rallye-Duo Triumph TR3 und Austin Healey erstmals seit langer Zeit wieder gemeinsam auf die Straße zu bringen. Beide hatten eine größere Frischzellenkur hinter sich und fühlten sich pudelwohl. Die Veranstaltung selber ist ja keine beinharte Fahrgeschichte sondern eher ein lockeres Treffen mit schönem Ambiente, Fahrspaß und Treffen mit vielen Freunden. So waren wir auch schnell eine lustige Truppe, die die brütende Hitze mit jeder Menge eisgekühlter, geistiger Getränken ertrug. Es war ein in jeder Hinsicht entspanntes und interessantes Wochenende, das unbedingt nach Wiederholung verlangt.

 

Der Schöne und das Biest

berichtet von Jochen Extra, fotografiert von Joachim Wohlfahrt  

Am Rande der diesjährigen Classic-Days auf Schloss Dyck fand ein interessantes Treffen statt. In der Startaufstellung trafen sich zwei frühe XJ mit guter Geschichte.

Der Schöne war ein früher XJ 4,2 S1 von Joachim Wohlfahrt, der seit Anfang der 70er Jahre automobiles Familienmitglied ist und 1981 stillgelegt wurde. 2014 wurde er nach einem 33 jährigen Dornröschenschlaf durch uns wiedererweckt. Er hat die lange Standzeit ohne größere Schäden an der Substanz überstanden und präsentiert sich in einem außergewöhnlich guten Originalzustand mit geringer Laufleistung.

Das Biest war ein XJC, mit dem Jaguar (unter British Leyland) versuchte wieder in den Rennsport einzusteigen. Von der Firma Broadspeed aufgebaut, sorgte er in der Tourenwagenszene für Aufsehen wegen seines martialischen Auftretens, aber leider auch durch etliche technische Ausfälle. Jaguar sah sich dadurch gezwungen das Projekt nach einer Saison zu stoppen. Erst unter der Regie von Tom Walkinshaw und dem XJS gelang Jaguar der erfolgreiche Wiedereinstieg in den Motorsport.

Wie Geschichte so will: alles wiederholt sich. Und so fiel leider auch schon nach kurzer Zeit der Broadspeed-XJC mit Motorproblemen aus.

Le Mans Classic 2018

berichtet von Jochen Extra

Das Team Alvis
Mark Hayward – Driver
Klaus-Peter Mutschler – Driver
Jochen Extra – Mechanic

Die Geschichte

1927 lieferte Alvis eine echte technische Innovation ab. Für den sportlichen Einsatz entwickelten die Ingenieure ein leichtes Sportfahrwerk mit einem 1500ccm Motor mit obenliegender Nockenwelle, Supercharger und Vorderradantrieb. 1928 starteten zwei Werkswagen mit den Startnummern 26 und 27 bei den 24-Stunden von Le Mans. Nummer 26 gewann die 1500 ccm Klasse und erreichte als Gesamtsechster das Ziel. Ein großer Erfolg für Alvis.

Zeitsprung 90 Jahre später

Das Team Hayward/Mutschler wollten zum 90 jährigen Jubiläum wieder einen Alvis FWD in Le Mans an den Start bringen. Dieses Auto wurde in den 70ern genau nach Werksausführung aufgebaut. Als Teammechaniker verpflichteten die Beiden mich, da ich mit Klaus-Peter schon mehrere Rennschlachten geschlagen habe. Schauplatz des Jubiläums war die Veranstaltung Le Mans Classic 2018, ein außergewöhnlicher Event, der alle zwei Jahre im Anschluss an das aktuelle 24-Stunden Rennen stattfindet. Allerdings mit historischen Le Mans Rennautos. Die Veranstaltung ist echt der Kracher: Über 500 Rennautos, Sonderläufe von Porsche, Jaguar und der unglaublichen Gruppe C, Clubtreffen mit tausenden von Autos.

Die Trainingsläufe

Eintreffen des Teams mit Equipment, Freunden und Helfern war am Mittwoch. Teamcenter war der Camping-Ground der Teilnehmer, der Alvis wurde im Fahrerlager geparkt. Am Donnerstag dann Papierabnahme, technische Abnahme und ein erster Gang durchs Areal. Am Freitag standen dann die ersten Trainingsläufe an. Nach der ersten Trainingseinheit kam etwas Ernüchterung auf. Der Alvis hatte auf den langen Geraden mit Aussetzern und fehlender Leistung zu kämpfen. Wir kontrollierten das gesamte Benzinsystem, überprüften die Vergaser-Einstellung und wechselten die Zündkerzen. Einen richtigen Fehler fanden wir nicht, was uns das Nachttraining bestätigte. Gleiche Probleme.

Das Rennen

Das Rennen selbst war in drei einstündige Stints unterteilt. Nachdem im ersten Stint keine Besserung eingetreten war, erneuerte ich auf Verdacht den kompletten Zündmagneten. Freudige Überraschung im zweiten Stint in der Nacht, Fehler gefunden, der Alvis lief einwandfrei. Am Sonntagmorgen dann der dritte Stint, der wieder ohne Probleme ablief. Allerdings konnten wir platzierungsmäßig gegen die Rudel von Lagondas, Bentleys, Bugattis und BMW 328 nichts ausrichten. Aber das Team war happy, Ziel erreicht, Alvis back on the line.

Sehr angenehm war der Team-Spirit, mit harter Arbeit, abendlichem Barbecue und jeder Menge geistiger Getränke. Ebenfalls die Erkenntnis, das am Alvis noch Potenzial für Verbesserungen ist.

Am Sonntag dann Ausklingen der Veranstaltung, Abschluss-Barbecue mit Champagner-Toasts und dem Versprechen sich wieder irgendwo auf einer Rennstrecke zu treffen.

Ein außergewöhnliches Erlebnis fand sein Ende, Thanks to the Team.

Auch die Marke Jaguar war stark vertreten. Neben dem Jaguar Sonderlauf mit fast 80 Rennkatzen, waren verschiedene C und D-Types am Start. Für mich faszinierend war der Auftritt von 4 Silk-Cut Jaguars im Gruppe C Sonderlauf. Jaguar selbst stellte wie üblich sein Reborn Programm vor, sowie den vollelektrischen F-Pace.

Kitzbüheler Alpenrallye 2018

berichtet von Jochen Extra

Spiel, Satz und Sieg! Vom 07.06. bis 09.06. fand die diesjährige Kitzbüheler Alpenrallye statt. Die Strecke führte rund um Kitzbühel über die schönsten Alpenpässe. Am Start war auch das Extra-Mobile-Racing-Team mit Knut Henneke, Beifahrer Patrick Weber und dem altbewährtem TR4. Zwei Tage Kampf gegen die Uhr inmitten eines atemberaubenden Panoramas.

Letztendlich war aber gegen das Trio aus ehrgeizigem Fahrer, gutem Beifahrer und perfekt vorbereitetem Triumph TR4 kein Kraut gewachsen. Klassen- und Gesamtsieg in der Sportwertung, Sieg in der Bergwertung und Sieg in der Mannschaftswertung. Glückwunsch von der Teamzentrale!