5th European Healey Meeting Black Forest 2018

berichtet von Jochen Extra

Letztes Jahr bei der Club-Jubiläumsfeier fragte mich der Healey Club Präsident Erich Leuschel, ob ich Interesse hätte, den technischen Service für das geplante Europa-Treffen zu übernehmen. Nach kurzer Überlegung sagte ich meine Hilfe zu. Es bedeutete zwar eine Woche Ausfall in unserer Werkstatt, aber man lebt nur einmal und manche Gelegenheiten muss man einfach wahrnehmen. Im Frühjahr nahm alles langsam Gestalt an. Ein großzügiges Servicezelt wurde organisiert, das Platz für zwei Autos und unser Werkzeug bot.

Am Sonntag den 10 Juni ging es dann los Richtung Rust zum Europapark, wo das ganze Meeting stattfand. Unterwegs machten wir noch einen kleinen Stopp bei Volker Erdle, um seinen Jaguar abzuliefern, der bei uns eine kleine Frischzellenkur erfahren hatte. In Rust angekommen, machten wir uns auf die Suche nach unserem Zelt, das auf einem Betriebsparkplatz beim Hotel aufgebaut war. Wir, das waren mein Sohn Nick, der mich bei diesem Event tatkräftig unterstützte und ich. Schnell wurde das Zelt eingeräumt und dann ging es in die Hotellobby, wo bereits hektisches Treiben herrschte. 186 Teams aus ganz Europa, Australien, Japan, Neuseeland, USA waren vertreten.

Bei uns kam sogleich Hektik auf, da die ersten Teams bereits Probleme hatten. Ein Plattfuß musste versorgt und eine neue Batterie besorgt werden. Und so ging es die nächsten Tage ununterbrochen weiter. Plattfüße, undichte Dichtungen, verschlissene Zündungsteile, massiver Ölverlust, gebrochene Bremsleitungen, abgerissene Auspuffhalterungen, Elektrikprobleme usw.

Fast allen konnten wir helfen, einigen konnten wir sogar die Rückfahrt auf Achse ermöglichen. Es gab nur zwei Autos, denen wir nicht helfen konnten: Ein Rahmenbruch an einem 3000er und eine zertrümmerte Aluölwanne an einem Race Healey.

Harte und hektische Arbeit, da teilweise unser Zelt belegt war und die Autos vor und neben dem Zelt parkten. Aber trotz allem unheimlich toll. Wir hatten in weiser Vorrausicht einen Kühlschrank mit einem gewissen Biervorrat dabei, was bei den Teams sehr wohlwollend registriert wurde. Man sah uns beim Schrauben zu, machte kleine Handreichungen, gab mehr oder weniger gute Ratschläge und genoss ein kühles Schwarzwälder Tannenzäpfle. Was zur Folge hatte, das unser Bierkonsum beängstigend Ausmaße annahm.

Es waren unbeschreiblich tolle Teilnehmer. Mr. Hayashi und Mr. Takemori aus Japan, die unsere Dienste nur zögerlich in Anspruch nahmen und dann aber sowas von herzlich waren. Alle Leute, denen wir tagsüber halfen, versuchten uns abends an der Bar zu töten.

Mehrfach mussten wir ausrücken, um mit unserem Trailer liegengebliebene Fahrzeuge zu bergen. Ebenfalls Dank an Erich Leuschel und Volker Erdle, die sich für unsere Nachtruhe einsetzten. Und was für Autos: Rennfrösche, Race-Healeys, 100M, 100S, abenteuerlich umgebaute V8-Monster und natürlich jede Menge ganz normaler Healeys. Von Top-Zustand bis „geht gerade noch so“. Abenteuerliche Healeys mit noch abenteuerlicheren Besatzungen. Wahnsinn!

Am Mittwoch abend gab es ein Barbecue im Schloßgarten des Europaparks. Sehr unterhaltsam durch ein Frauensaxophon-Quartett. Am Freitag fand der Abschlußabend im Dom statt, ebenfalls im Europapark, gestaltet als Oktoberfest. Am Samstag dann Abreise.

Für mich und meinen Sohn war es eine sehr gute Zeit, wir hatten Stress, unheimlich viel Spaß, wir schlossen tolle Bekanntschaften, erhielten Einladungen nach Tokio, Los Angeles, Madrid, Oslo. Unsere Arbeit wurde von allen gewürdigt. Aber natürlich gab es auch Schattenseiten der Veranstaltung: Die Parksituation für die Teilnehmer war mehr als ungünstig, da kein abgesperrter Parkraum zur Verfügung stand und jeder sich einen Parkplatz zwischen den Hotelgästen suchen musste. Und die deutsche Beteiligung war mit ca. 8 Teams mehr als dürftig. Keine Ahnung warum so wenig deutsche Teams dabei wahren, aber sie haben auf jeden Fall was verpasst. Wann hat man mal die Gelegenheit, Healey Legende John Chatham und viele andere live zu erleben.

We see us in 5 years in Norway !!!

Mille Miglia 2018

berichtet von Jochen Extra

Die diesjährige Mille Miglia hatte einen geänderten Zeitplan zu bieten. Statt am üblichen Donnerstag erfolgte der Start schon am Mittwoch, die Zielankunft war dann allerdings auch schon am Samstag.

Der erste Tag führte von Brescia nach Cervia, Tag 2 von Cervia nach Rom, Tag 3 von Rom nach Parma und Tag 4 von Parma zurück nach Brescia. Traditionell nahm das Rothenberger-Team mit Teamchef Helmut Rothenberger im Mercedes SSK teil. Jeder, der schon einmal am Lenkrad solch eines Kolosses gedreht hat, kann ermessen was es heißt, dieses Auto über die 1840 Km Streckenlänge im Race-Tempo zu bewegen. Bis auf einen kleinen Elektrikschaden lief das Auto wie ein Uhrwerk. Platz 50 im Gesamtklassement, bestes Mercedes Team und zweitbestes deutsches Team waren dann auch verdienter Lohn für die Mühe

 

Württemberg Historic 2018

berichtet von Jochen Extra

Die Württemberg Historic fand dieses Jahr vom 11. – 12. Mai rund um Tuttlingen statt. Eine schöne, aber auch anspruchsvolle Veranstaltung.

Das Team Henneke, wieder mit dem TR4 unterwegs, bewegte sich bis zum zweiten Tag souverän in der Spitzengruppe, bis ihnen irgendwann die Straße ausging und der Triumph spektakulär seitlich im Graben landete. Glück im Unglück, keine Schäden, aber die Spitzenwertung war natürlich dahin, da die Bergung mittels Trecker doch einiges an Zeit kostete. That’s Race!

Das Team Wittber nutzte die Württemberg, um ihren Austin Healey 100/4, der von uns rallyemäßig aufgerüstet wurde, für weitere Rallyeeinsätze zu testen. Der 100/4 ist ja für solche Veranstaltungen ein ideales Auto. Wendig, spurtstark und wunderschön anzuschauen.

Messezeit

berichtet von Jochen Extra

Am vierten Märzwochenende stand ein Messemarathon an. Die zeitgleiche Ausrichtung der beiden größten Oldtimer-Messen in Essen und Stuttgart hatte in der Szene schon im Vorfeld für Unverständnis und Unmut gesorgt. Da ich immer gerne auf dem Laufenden bin und die Messen eine ausgezeichnete Gelegenheit bieten, persönliche Kontakte zu Kunden und Lieferanten zu pflegen, absolvierte ich erwähnten Marathon.

Als erstes stand der Besuch der Techno Classica in Essen an, um dann zwei Tage später die Retro Classics in Stuttgart zu besuchen.

Mein ganz persönlicher Eindruck war, dass der Hype in der Szene sich stark beruhigt hat. Die Preise befinden sich wie gewohnt auf sehr hohem Niveau, aber die Kaufbereitschaft ist deutlich zurückhaltender als in den vergangenen Jahren. Die großen Auto-Werke drängen nachhaltig in die Klassik-Szene, weil sie wahrscheinlich das Potenzial erkannt haben. Ansonsten sah man viel gewohntes,  richtige Überraschungen blieben aus. Ein Quell reiner Freude sind wie immer die Club-Stände, die mit viel Charme und Ideen das ganze auflockern aber leider im Rückzug gegen zahlende Händler sind.

Unser traditionelles Mittagessen beim Franzosen war wie gewohnt exzellent, wenn auch nicht ganz preiswert. Am Stand der Jaguar und Healey Freunde nutzten wir die Gelegenheit, Gleichgesinnte bei Kaffee und Kuchen zu treffen.

Der gefühlte Besucherrückgang kann durchaus mit der Zeitgleichheit der Messen erklärt werden. Abschließende Erkenntnis: ein Besuch wert, aber nicht unbedingt erforderlich.

Winterfrust oder Winterlust

berichtet von Jochen Extra

Während manche sich dem Winterfrust ergeben, machen andere das Beste draus.

Moritz Kurz, Mitarbeiter unseres Hauses, gönnte sich ein paar Tage Urlaub am See in Schweden. Allerdings war der See bei  -28 Grad zugefroren und lud nicht zum Baden, sondern zum Eisdriften ein. Ein paar tolle Action-Tage mit jeder Menge Fahrspaß.

Lothar Lutz, mein Mitstreiter bei der letztjährigen Baltic-Sea-Tour, wollte es auch noch einmal wissen und absolvierte die Baltic-Sea Winteredition. Verschneite Straßen bis hoch ans Nordkap und -30 Grad in Murmansk waren nicht von Pappe. Einsatzgefährt war unser altgedienter Audi 80. Mensch und Maschine sind mittlerweile wieder heil zu Hause angekommen.

Rallye „Rund um Schotten“

berichtet von Jochen Extra

Vom 16.-18. Februar fand die Winterrallye „Rund um Schotten“ statt. Für das Extra-Mobile-Racing-Team war das Team Davids/Bremer am Start. Willy Davids ist ja sonst eher mit seinem berüchtigten Race-Healey unterwegs, der jedoch gerade eine größere Revision bei uns durchläuft. Zum Glück gibt es ja noch einen Jaguar MK 1 im Fuhrpark, der auch schon Rallye-Erfahrung (Histo-Monte) gesammelt hat. Mit einem Satz neuer Winterreifen ausgestattet wurde die Schottenrallye angegangen.

Trotz winterlicher Temperaturen waren die Straßen großteils schneefrei, aber verschiedene schattige Plätze luden zu Driftübungen ein. Der Jaguar bewährte sich trotz längerer Standzeit sehr gut, was das Team erfreute, soll er doch zum Jahresende die legendäre Rallye LE-JOG in England bestreiten. Insider wissen was das bedeutet.

Winterzeit

berichtet von Jochen Extra

Man kann die Winterzeit gemütlich vor dem Kamin verbringen und sich nach dem weihnachtlichen Verzehr von Gänsebraten und Weihnachtsgebäck Gedanken über den Kalorienhaushalt machen, oder man geht in die Garage, füllt an seinem Oldie eine Extraportion Frostschutz ein, montiert einen Satz Winterreifen, schnallt den Gürtel enger und stellt sich dem Abenteuer einer Winterrallye.

Schon beim Gedanken an eine Winterrallye stellen sich bei einem großen Teil der Klassikerfreunde Angstzustände ein, da viele Klassiker nur bei anhaltender Schönwettervorhersage bewegt werden. Winter bedeutet Regen, Schnee, Eis, Salz und die erhöhte Gefahr einer Kaltverformung.

Und trotzdem kann ich aus eigener Erfahrung sagen, wer noch nie eine Winterfahrt gemacht hat, weiss nicht was ihm entgeht.

Winterrallyes haben ihren eigenen Reiz, der eben in den ungewöhnlichen Umständen liegt. Einmal ist das Teilnehmerfeld einer Winterrallye anders als bei einer Sommerveranstaltung. Man ist als Hardcore Fahrer unter seinesgleichen, legt die Messlatte auf andere Prioritäten und den meisten kann es gar nicht genug schneien. Die Autos sind selten im Concourzustand, aber technisch fit und besitzen oft eine funktionierende Heizung.

Bei den meisten Winterrallys kommen in letzter Zeit zumeist jüngere Oldtimer oder Youngtimer zum Einsatz. Das ist einerseits schade, aber wiederum verständlich, wenn man die Wertsteigerung bei gewissen Oldtimern sieht. Gängige Youngtimer sind bezahlbar und die Schmerzgrenze bei Verschleiß oder Verlust ist nicht so hoch. Denn eines ist klar, Winterrallyes fordern Mensch und Material anders als eine gemütliche Sommerausfahrt. Stellt man sein Auto im Sommer relativ unkompliziert nach einer Ausfahrt wieder in die Garage, fordert ein Wintereisatz eine aufwendige Nacharbeit im Putzen und Konservieren.

In den letzten Jahren hat sich eine größere Anzahl an Winterrallyes etabliert. Für jeden Geschmack wird etwas geboten.

Die Rally-Monte-Carlo ist ja praktisch die Mutter aller Rallyes und die Winterrallye schlechthin. Meine absolute Topveranstaltung (mehrfach selbst teilgenommen), bietet sie alles was man haben will. Sensationelles Starterfeld, schwierige Navigation, tolle Landschaften, meist Schnee und Eis und natürlich das mondäne Monte-Carlo als Abschluss.

In den Dolomiten findet der Winter-Marathon statt. Rainer und ich nahmen mit einem Vorkriegs Alvis teil. Mit einem offenen Renner bei –10 Grad 400 km nachts durch die Dolomiten zu donnern, bringt den Kreislauf in Schwung und hält die Gesichtszüge jugendlich frisch.

Dann gibt es noch die Planei-Classic, den Winter-Raid und wie sie alle sonst noch heißen. Die meisten Winterfahrer sind Wiederholungstäter. Wer einmal den besonderen Reiz solcher Veranstaltungen erlebt hat, kommt nicht mehr davon los. Und nirgends schmeckt der Glühwein so gut wie am Ziel, wenn man aus einem schneeverkrusteten Auto steigt und einen dampfenden Becher Glühwein mit seinen Mitstreitern teilt.

Süd-West Pokal

berichtet von Jochen Extra

Knut Henneke, leidenschaftlicher Motorsportler, hatte sich dieses Jahr für den Süd-West Pokal eingeschrieben, eine Pokalserie, die mehrere Veranstaltungen umfasst:

Rotenstein Classic (27.05.17)
Zur Einstimmung stand die Rotenstein Classic, eine Eintages-Veranstaltung an. Die Strecke führte durch den hessischen und bayrischen Odenwald. Geplant war der Einsatz mit Knuts Triumph GT6, aber die winterliche Motorrevision zog sich wider Erwarten etwas in die Länge und so wurde notgedrungen auf den TR4 umgemeldet. Der TR4 hatte vor kurzem nach langen Rallyeeinsätzen eine Totalrestauration bei uns hinter sich und war allerdings noch nie richtig eingesetzt worden. Was aber dem Erfolg des Duos Henneke/Weber nichts schadete. Der TR4 funktionierte einwandfrei und ebnete den Weg zum ersten Gesamtsieg der Saison. Was uns natürlich auch freute, ein Sieg beim ersten Einsatz ist schon aussergewöhnlich.

Rallye Trifels Historic (16. – 17.06.17)
Als nächstes Stand die Trifels Historic auf dem Plan, eine 3-Etappen-Tour über zwei Tage. Einsatzgefährt war wieder der TR4. Diesmal musste sich das Team  Henneke/Becher allerdings knapp geschlagen geben und landete in der Gesamtwertung nur auf dem zweiten Platz. Ein Ergebnis mit dem aber alle leben konnten.

Donau-Classic (22. – 24.07.17)
Die Donau Classic, eine anspruchsvolle 700 km lange, über drei Tage gehende Rallye wurde von Knut mit seinem Sohn Marcus auf dem heißen Stuhl bestritten. Einsatzgefährt war wieder der TR4. Ein achter Gesamtplatz bei 190 Startern zeigte, das Knut auch mit wechselnden Beifahrern stets in der Spitzenklasse unterwegs war.

Silvretta  Classic (05. – 07.07.17)
Die Silvretta, wie sie kurz genannt wird, ist eine der landschaftlich reizvollsten Veranstaltungen im Montafon. Großartige Bergwelt, exklusives Starterfeld, tolles Rahmenprogramm machen diese Rallye zu einer der begehrtesten im Kalender. Über 200 Autos am Start und Knut mit gewohntem TR4 und zweitem Sohn Christian dabei. Man sah, das die Motorsport Gene in der Familie liegen, den auch hier stand nach drei Tagen ein achter Gesamtplatz und ein dritter Platz in der Klasse fest.

Süd-Rallye-Historic (22. – 23.07.17)
Eine Rallye rund um Nürnberg, als Zielfahrt mit Gleichmäßigkeitsprüfungen ausgelegt. Altbewährtes Team mit Knut und TR4, jedoch mit neuem Beifahrer. Was aber dem Erfolg keinen Abbruch tat. Ein siebter Gesamtrang und Gewinn der Klasse sprechen für sich.

Schauinsland Klassik (04. – 05.08.17)
Eine Veranstaltung mit riesigem historischen Hintergrund, geht sie doch auf das legendäre Schauinsland Bergrennen zurück. Heute führt die Rallye rund um Freiburg mit Einbezug der ehemaligen Bergrennstrecke hoch zum Schauinsland. Das Team Knut/Markus mit dem GT6 am Start. Und hier ereilte uns der erste Ausfall in der Saison. Ein Differentialschaden legte kurzerhand das Auto lahm somit gab es auch keine verwertbaren Platzierungen. Schade, aber that`s race. Die Rallye wurde zwar noch mit dem TR4, der über Nacht getauscht wurde, zu Ende gefahren, aber außerhalb der Wertung.

ALB Challenge (09.09.17)
Diese Rallye wurde mit dem TR4 und dem Team Henneke/Weber gefahren. Eine anspruchsvolle Eintagesveranstaltung. Der TR4 lag voll auf Siegkurs als ein durchgebrannter Zündschalter alle Hoffnungen zunichte machte.

Käthchen Classic (23. – 24.09.17)
Eine höchst anspruchsvolle Rallye mit geheimen Kontrollen, Kartenskizzen und allerlei Tricks und Finten. Der wieder einsatzbereite TR4 mit Knut und Markus entschädigte uns mit einem zweiten Gesamtplatz und dem Gewinn der Klasse für den vormaligen Ausfall.

Oberehe Klassik (07.10.17)
Eine etwas disziplinlos organisierte Rallye in reizvoller Landschaft der Vulkaneifel. Der TR4 mit Henneke/Becher wieder in Bestform, wie auch das Team: der Sieg in der Klassenwertung war der Lohn der Mühe.

Six Hours in Spa, 2017

berichtet von Jochen Extra

Etwas überrascht stellte ich bei der diesjährigen Teilnahme an den Six Hours fest, dass ich ein kleines Jubiläum feiern konnte. Ein viertel Jahrhundert Spa. Was für eine Zeit. Meine Kinder sind in Spa groß geworden, Triumph und Niederlage lagen oft nah beieinander. Große oder kleine Freitagsgrillgelage, sintflutartige Regenfälle, eiskalte Nächte im Transporter, aber immer gute Stimmung, sympathische Teilnehmer und ein großartiges Starterfeld.

Dieses Jahr ging es ohne meine Jungs hin, da sie zurzeit mehr mit dem Studium als mit Autorennen beschäftigt sind. Unser traditionelles Freitagsgrillen fand diesmal also in kleiner Runde mit Kiran, einem Mitarbeiter statt.

Hilfestellung leisteten wir dem Rothenberger-Team, Gaeton startete wie gewohnt im 6-Stunden Hauptrennen mit dem Shelby GT 3500.

Der Gang durchs Fahrerlager zeigte wie gewohnt Hochkarätiges. Alleine 35 (!) Renn-E-Types und 14 GT40 sprechen für sich. Etwas nachdenklich stimmt allerdings die Tatsache, dass sich mittlerweile jeder mit dem nötigen Budget ein niegelnagelneues siegfähiges Gefährt kaufen kann, das aber auf keiner historischen Basis mehr beruht. Sei es drum, tolle Autos allemal. Selbst Jaguar-Classic springt auf den E-Type-Hype auf und präsentierte sich im Fahrerlager mit ihrem Reborn-Programm.

Trotz schlechter Wettervorhersage blieb es überwiegend trocken. Das 6-Hours-Race sorgte mit den üblichen Dramen und Kaltverformungen für einen spannenden Rennverlauf.

Am Sonntagmorgen dann großes Reinemachen und ab nach Hause. Wie immer eine Wahnsinns Veranstaltung mit potenziellem Suchtfaktor.

Mille Fiori 2017 vom 30.08.bis 02.09.17

berichtet von Jochen Extra

Die Mille, wie die Mille Fiori mittlerweile liebevoll von den Teilnehmern genannt wird, startete wie gewohnt auf der Insel Mainau, um sich dann Richtung Süden zu bewegen.

Die erste Etappe führte vom Bodensee über den Flüelpass (2338m) und den Ofenpass (2099m) ins Vinschgau. Am nächsten Tag standen der Penser Jochpass (2215m) und der Jaufenpass (2099m) auf dem Programm. Innsbruck war Ziel der dritten Etappe, um dann am vierten Tag auf der Insel Mainau die Rallye zu beenden.

Die diesjährige Mille hatte einiges zu bieten, von traumhaften Strecken über gewohnt außergewöhnliche Hotels bis hin zu extremen Wetterverhältnissen. Waren die ersten zwei Tage noch hochsommerlich mit Temperaturen um 30 Grad, bot der dritte Tag sintflutartige Regenschauer und der vierte Tag sogar Schneetreiben. Nichtdestotrotz waren alle Teilnehmer voll des Lobes über die Mille 2017.

Für das Extramobile- Racing Team waren gleich 4 Autos am Start:

  • Team Becker mit Ihrem weißen Jaguar E V12
  • Team Detzel im schwarzen Jaguar E V12
  • Team Benzinger mit drei Generationen in 2 Autos, Jaguar E 4,2 und Austin Healey 3000.

Team Becker wurde kurzzeitig durch einen Plattfuß gestoppt, was aber der Fahrt aufs Siegerpodest zum 3. Gesamtrang nichts anhaben konnte. Beim Team Detzel verabschiedete sich der Tacho, was zum erhöhten Arbeitspensum des Beifahrers führte.

Trotz Wetterkapriolen gelobten fast alle Teilnehmer, nächstes Jahr wieder dabei zu sein.