The Triple Crown

berichtet und fotografiert von Jochen Extra

Bei meiner diesjährigen sehr ausgefüllten Veranstaltungssaison konnte ich auch meine private „Triple Crown“ erringen. Die Triple Crown umfasst im Motorsport Siege in der F1 in Monaco, bei den 24-Stunden in Le Mans und bei den Indy 500.

Nach der Teilnahme an der Le Mans Classic, über die schon berichtet wurde, stand als nächstes das Goodwood Revival an. Vom 07. Bis 09. September gab sich alles was Rang und Namen, ein entsprechendes Auto und das dazugehörige Outfit hat ein Stelldichein in Goodwood.

Wie immer liebevoll arrangiert, spektakulärer Rennbetrieb, atemberaubende Flugshows und bestes englisches Essen. Wir trafen uns dort mit einer Gruppe Jaguarfahrer, die vorab schon 10 Tage durch England tourten. Gestärkt durch ein „full english breakfast“, erlebten wir spannende Rennen um am Abend in der Spitfire-Bar ein paar Pint des guten Ale zu genießen.

Kaum zurück, stand auch schon das 6-Hours Race in Spa an. Mit einem Teil unseres Teams eröffneten wir das Event mit unserem traditionellen Freitagsgrillen. Wie immer gab es spektakuläre Starterfelder. Das 6-Stundenrennen erlebte mit 112 Startern (!!) einen neuen Höchststand, wie gewohnt ganze Rudel GT40 und Jaguar E in vorderster Reihe. Trotz trockenem Wetter wurde das Rennen von vielen Safty-Car Phasen unterbrochen. Grund waren viele, teils heftige Kaltverformungen. Gewinner war Graf Oynhausen, sonst bekannt durch seinen sehr schnellen Jaguar E, diesmal allerdings in einem GT40 unterwegs. Wunderschöne Stimmung auf der Strecke in der Nacht. Am Sonntag dann zusammenpacken und ab nach Hause.

Ein tolles Erlebnis, alle drei Top-Veranstaltungen in einer Saison zu erleben.

Six Hours in Spa, 2017

berichtet von Jochen Extra

Etwas überrascht stellte ich bei der diesjährigen Teilnahme an den Six Hours fest, dass ich ein kleines Jubiläum feiern konnte. Ein viertel Jahrhundert Spa. Was für eine Zeit. Meine Kinder sind in Spa groß geworden, Triumph und Niederlage lagen oft nah beieinander. Große oder kleine Freitagsgrillgelage, sintflutartige Regenfälle, eiskalte Nächte im Transporter, aber immer gute Stimmung, sympathische Teilnehmer und ein großartiges Starterfeld.

Dieses Jahr ging es ohne meine Jungs hin, da sie zurzeit mehr mit dem Studium als mit Autorennen beschäftigt sind. Unser traditionelles Freitagsgrillen fand diesmal also in kleiner Runde mit Kiran, einem Mitarbeiter statt.

Hilfestellung leisteten wir dem Rothenberger-Team, Gaeton startete wie gewohnt im 6-Stunden Hauptrennen mit dem Shelby GT 3500.

Der Gang durchs Fahrerlager zeigte wie gewohnt Hochkarätiges. Alleine 35 (!) Renn-E-Types und 14 GT40 sprechen für sich. Etwas nachdenklich stimmt allerdings die Tatsache, dass sich mittlerweile jeder mit dem nötigen Budget ein niegelnagelneues siegfähiges Gefährt kaufen kann, das aber auf keiner historischen Basis mehr beruht. Sei es drum, tolle Autos allemal. Selbst Jaguar-Classic springt auf den E-Type-Hype auf und präsentierte sich im Fahrerlager mit ihrem Reborn-Programm.

Trotz schlechter Wettervorhersage blieb es überwiegend trocken. Das 6-Hours-Race sorgte mit den üblichen Dramen und Kaltverformungen für einen spannenden Rennverlauf.

Am Sonntagmorgen dann großes Reinemachen und ab nach Hause. Wie immer eine Wahnsinns Veranstaltung mit potenziellem Suchtfaktor.