Baden Classic 2018

berichtet von Jochen Extra

Die Baden Classic, die ja praktisch vor unserer Haustür stattfindet, wird gerne als Einstieg in die neue Rallye-Saison benutzt. Rund um Gaggenau, Baden-Baden und Michelbach führt die anspruchsvolle Route zwei Tage durch reizvolle Landschaften. Auch zwei Teams aus dem Extra-Mobile Racing-Team nutzten die Gelegenheit um den Winterrost aus Mensch und Maschine zu entfernen.

Das Team Henneke mit dem altbewährtem TR4, der dieses Jahr wieder ein volles Einsatzprogramm zu absolvieren hat, konnten sich trotz einiger leichter Fehler den Klassensieg sichern.

Das Team Bode, Neueinsteiger in der Rallyeszene, traten mit ihrer Renault Alpine an. Nach zwei Tagen fuhr man mit folgender Erkenntnis durchs Ziel: Macht unheimlich Spaß, aber es gibt noch einiges zu tun. Langfristig steht die Aufrüstung des Equipments auf dem Plan.

Die Zielankunft in Michelbach bei strahlendem Sonnenschein war wie immer eine fast schon familiäre feuchtfröhliche Party.

Messezeit

berichtet von Jochen Extra

Am vierten Märzwochenende stand ein Messemarathon an. Die zeitgleiche Ausrichtung der beiden größten Oldtimer-Messen in Essen und Stuttgart hatte in der Szene schon im Vorfeld für Unverständnis und Unmut gesorgt. Da ich immer gerne auf dem Laufenden bin und die Messen eine ausgezeichnete Gelegenheit bieten, persönliche Kontakte zu Kunden und Lieferanten zu pflegen, absolvierte ich erwähnten Marathon.

Als erstes stand der Besuch der Techno Classica in Essen an, um dann zwei Tage später die Retro Classics in Stuttgart zu besuchen.

Mein ganz persönlicher Eindruck war, dass der Hype in der Szene sich stark beruhigt hat. Die Preise befinden sich wie gewohnt auf sehr hohem Niveau, aber die Kaufbereitschaft ist deutlich zurückhaltender als in den vergangenen Jahren. Die großen Auto-Werke drängen nachhaltig in die Klassik-Szene, weil sie wahrscheinlich das Potenzial erkannt haben. Ansonsten sah man viel gewohntes,  richtige Überraschungen blieben aus. Ein Quell reiner Freude sind wie immer die Club-Stände, die mit viel Charme und Ideen das ganze auflockern aber leider im Rückzug gegen zahlende Händler sind.

Unser traditionelles Mittagessen beim Franzosen war wie gewohnt exzellent, wenn auch nicht ganz preiswert. Am Stand der Jaguar und Healey Freunde nutzten wir die Gelegenheit, Gleichgesinnte bei Kaffee und Kuchen zu treffen.

Der gefühlte Besucherrückgang kann durchaus mit der Zeitgleichheit der Messen erklärt werden. Abschließende Erkenntnis: ein Besuch wert, aber nicht unbedingt erforderlich.

Rallye „Rund um Schotten“

berichtet von Jochen Extra

Vom 16.-18. Februar fand die Winterrallye „Rund um Schotten“ statt. Für das Extra-Mobile-Racing-Team war das Team Davids/Bremer am Start. Willy Davids ist ja sonst eher mit seinem berüchtigten Race-Healey unterwegs, der jedoch gerade eine größere Revision bei uns durchläuft. Zum Glück gibt es ja noch einen Jaguar MK 1 im Fuhrpark, der auch schon Rallye-Erfahrung (Histo-Monte) gesammelt hat. Mit einem Satz neuer Winterreifen ausgestattet wurde die Schottenrallye angegangen.

Trotz winterlicher Temperaturen waren die Straßen großteils schneefrei, aber verschiedene schattige Plätze luden zu Driftübungen ein. Der Jaguar bewährte sich trotz längerer Standzeit sehr gut, was das Team erfreute, soll er doch zum Jahresende die legendäre Rallye LE-JOG in England bestreiten. Insider wissen was das bedeutet.

Alte Bekannte

berichtet von Jochen Extra

Bei der diesjährigen Black-Forest-Winterrallye, die zwei Tage lang durch den südlichen Schwarzwald tobte, gab es beim Zieleinlauf in Durbach ein Treffen der besonderen Art. Walter Röhrl hatte sich bereit erklärt, bei der Rallye das Vorausfahrzeug zu fahren. Das Extra-Mobile-Racing Team (Andre, Rick und ich) nutzte diese Gelegenheit, Walter mit einem besonderen Healey die Aufwartung zu machen: Dieser spezielle Healey war eben jener Race-Healey, den Walter 1996 am Nürburgring für uns pilotierte. Absolut spektakulär, wie Walter und der ebenfalls mitfahrende, bekannte Healey-Enthusiast Denis Welch mit ihren Big Healeys die gesamte Konkurrenz damals in Grund und Boden fuhren.

Als bekennender Healey-Fan war bei Walter natürlich die Freude groß über dieses Zusammentreffen und wir schwelgten etwas wehmütig über die gute alte Zeit.

Ebenfalls am Start war das Team Hegele mit einem 73er Porsche 911 (Ölklappen-Model). Dieter Hegele hat das Fahrzeug vor langer Zeit bei uns erworben. Die Stimmung war großartig, und man merkte, wie alle auf die neue Saison fiebern.

Nachdem wir alle ziemlich durchfroren waren, begaben sich die Teilnehmer zum Aperitif und wir machten uns wieder auf den Weg nach Hause.

Jaguar XK 120 Barou

berichtet von Jochen Extra

Dieser außergewöhnliche Jaguar hat eine höchst interessante Geschichte.

Vom Band gelaufen als RHD  XK 120 Roadster in Birch Grey mit roter Innenausstattung. Erster Besitzer war Joan Gobba, zweiter Besitzer war der französische Jaguar-Händler Henry Peignaux, ein passionierter Renn- und Rallyefahrer. Er ließ den XK 120 bei dem bekannten Carrossier Jean Barou mit einer speziellen Barchetta Aluminiumkarosserie versehen, um dann damit etliche Rallyes zu bestreiten, unter anderem die berüchtigte  Lyon-Charbonieres.

Das erste Mal kreuzte dieses Auto meinen Weg 1992 beim 24-Stunden Rennen in Paul Ricard. Eigentlich mit unserem Einsatz-Healey beschäftigt, fiel mir sofort dieses ungewöhnliche Auto auf.

2001 gelangte es in die Hände eines Kunden von uns und somit natürlich auch zu uns. Das Auto war in einem außerordentlich authentischem Zustand, lediglich die originalen Trommelbremsen waren in der Vergangenheit gegen Scheibenbremsen umgetauscht worden.

Als erste größere Arbeit stand eine komplette Motorüberholung an, die gleichzeitig für etwas mehr Dampf sorgte. Die Bremsanlage wurde wieder auf den originalen Zustand zurückgerüstet.

Seither hat der Jaguar viele Veranstaltungen absolviert, alleine vier mal die legendäre Mille Miglia. Außer einem kleinen Heckschaden bereitete der Jaguar über die Jahre keinerlei Probleme. Sein Besitzer, Freund und Kunde unseres Hauses, schätzt die originale Substanz und Patina dieses Jaguars, der mittlerweile in der Szene nur als der „Barou“ bekannt ist. Die Geschichte dieses Jaguars ist auch nachzulesen in dem Buch  „Jaguar XK 150 explored“ von Bernard Viart und im Buch von Herrn Urban aus Frankreich.

Six Hours in Spa, 2017

berichtet von Jochen Extra

Etwas überrascht stellte ich bei der diesjährigen Teilnahme an den Six Hours fest, dass ich ein kleines Jubiläum feiern konnte. Ein viertel Jahrhundert Spa. Was für eine Zeit. Meine Kinder sind in Spa groß geworden, Triumph und Niederlage lagen oft nah beieinander. Große oder kleine Freitagsgrillgelage, sintflutartige Regenfälle, eiskalte Nächte im Transporter, aber immer gute Stimmung, sympathische Teilnehmer und ein großartiges Starterfeld.

Dieses Jahr ging es ohne meine Jungs hin, da sie zurzeit mehr mit dem Studium als mit Autorennen beschäftigt sind. Unser traditionelles Freitagsgrillen fand diesmal also in kleiner Runde mit Kiran, einem Mitarbeiter statt.

Hilfestellung leisteten wir dem Rothenberger-Team, Gaeton startete wie gewohnt im 6-Stunden Hauptrennen mit dem Shelby GT 3500.

Der Gang durchs Fahrerlager zeigte wie gewohnt Hochkarätiges. Alleine 35 (!) Renn-E-Types und 14 GT40 sprechen für sich. Etwas nachdenklich stimmt allerdings die Tatsache, dass sich mittlerweile jeder mit dem nötigen Budget ein niegelnagelneues siegfähiges Gefährt kaufen kann, das aber auf keiner historischen Basis mehr beruht. Sei es drum, tolle Autos allemal. Selbst Jaguar-Classic springt auf den E-Type-Hype auf und präsentierte sich im Fahrerlager mit ihrem Reborn-Programm.

Trotz schlechter Wettervorhersage blieb es überwiegend trocken. Das 6-Hours-Race sorgte mit den üblichen Dramen und Kaltverformungen für einen spannenden Rennverlauf.

Am Sonntagmorgen dann großes Reinemachen und ab nach Hause. Wie immer eine Wahnsinns Veranstaltung mit potenziellem Suchtfaktor.

Mille Fiori 2017 vom 30.08.bis 02.09.17

berichtet von Jochen Extra

Die Mille, wie die Mille Fiori mittlerweile liebevoll von den Teilnehmern genannt wird, startete wie gewohnt auf der Insel Mainau, um sich dann Richtung Süden zu bewegen.

Die erste Etappe führte vom Bodensee über den Flüelpass (2338m) und den Ofenpass (2099m) ins Vinschgau. Am nächsten Tag standen der Penser Jochpass (2215m) und der Jaufenpass (2099m) auf dem Programm. Innsbruck war Ziel der dritten Etappe, um dann am vierten Tag auf der Insel Mainau die Rallye zu beenden.

Die diesjährige Mille hatte einiges zu bieten, von traumhaften Strecken über gewohnt außergewöhnliche Hotels bis hin zu extremen Wetterverhältnissen. Waren die ersten zwei Tage noch hochsommerlich mit Temperaturen um 30 Grad, bot der dritte Tag sintflutartige Regenschauer und der vierte Tag sogar Schneetreiben. Nichtdestotrotz waren alle Teilnehmer voll des Lobes über die Mille 2017.

Für das Extramobile- Racing Team waren gleich 4 Autos am Start:

  • Team Becker mit Ihrem weißen Jaguar E V12
  • Team Detzel im schwarzen Jaguar E V12
  • Team Benzinger mit drei Generationen in 2 Autos, Jaguar E 4,2 und Austin Healey 3000.

Team Becker wurde kurzzeitig durch einen Plattfuß gestoppt, was aber der Fahrt aufs Siegerpodest zum 3. Gesamtrang nichts anhaben konnte. Beim Team Detzel verabschiedete sich der Tacho, was zum erhöhten Arbeitspensum des Beifahrers führte.

Trotz Wetterkapriolen gelobten fast alle Teilnehmer, nächstes Jahr wieder dabei zu sein.